Historie

Die Fasnacht in Sulzbach

 

 

Im evangelischen Sulzbach gab es keine Fasnacht. Aus alter Tradition wurden in der Zeit noch die "Fasnetsküchle" gebacken und gern gegessen. Dies änderte sich, als nach dem Krieg viele Heimatvertriebene und Flüchtlinge nach Sulzbach zuzogen. Es entstand eine katholische Kirchengemeinde. Die neuen Bürger von Sulzbach brachten auch die Fasnachtsfeier nach Sulzbach mit.

 

Die katholische Kirchengemeinde veranstaltete jährlich eine Fasnachtsfeier mit Tanz im Gasthaus zur Eisenbahn. Die Organisationen dieser Feiern übernahm das "Katholische Werkvolk".

 

Auch die alten Sulzbacher hätten gern an dieser Veranstaltung teilgenommen aber erst nachdem die neue Turn- und Festhalle im Jahre 1960 eingeweiht war, konnte eine größere Anzahl an Gästen daran teilnehmen.


 

 

Die erste Elferratsitzung in Sulzbach 
 

 

Am 20.02.1965 hielt der Faschingsclub Backnang zusammen mit dem "Katholischen Werkvolk" die erste Elferratsitzung in der Festhalle ab.

 

In Sulzbach hatte es sich herumgesprochen, dass bei der "Katholischen Fasnet" etwas los war. So fand eine zweite Elferratsitzung am 12.02.1966 statt.

 

Am 18.01.1967 kam der Backnanger Faschingsclub noch einmal nach Sulzbach zur Unterstützung der Elferratsitzung.


 

Die Gründung des Sulzbacher Carnevalsverein


 

Der sehr große Erfolg der Elferatsitzung hatte den Sulzbachern Mut gemacht. Sie wollten nun auf eigenen Beinen stehen und in Sulzbach einen Faschingsverein gründen. So setzen sich in der Königseiche Martin Schetter, Regina Schetter, HansRudolf, Josef Imgrund, Ernst Reis, Anton Schnersch, Eugen Brunner, Franz Mellert und Bruno Richter zusammen und beschlossen, einen Carnevalsverein in Sulzbach zu gründen.

 

Am 01.11.1967 wurde der "Sulzbacher Carnevalsverein" (S C V) gegründet.


 

Aber nun war es soweit...


 

Am 17.02.1968 hielt der Sulzbacher Carnevalsverein seine ERSTE ELFERATSITZUNG mit eigenem Programm ab.


 

Das Vereinsheim


 

Man hatte in Sulzbach erfahren, dass in Fellbach ein noch gut erhaltenes Fertighaus in Holzbauweise abgebrochen werden sollte. Niemand zeigte für die Bauteile Interessse. So fuhren Mitglieder des S C V nach Fellbach und transportierten die Bauteile nach Sulzbach. Hier wurden sie auf dem Lagerplatz der Firma Maurer gelagert.

 

Nun galt es für das vorgesehene Vereinsheim einen geeigneten Bauplatz zu finden. Schließlich stellte die Gemeinde Sulzbach einen Bauplatz in Lautern zur Verfügung. So konnte man am 23.01.1969 das Richtfest und im Mai 1969 die Einweihung des Vereinsheimes feiern.


 

Der Faschingsumzug


 

Nachdem in Sulzbach durch den S C V die Lust am Faschingstreiben geweckt war, wollten auch die Kinder teilnehmen. Damit sie im Straßenverkehr nicht gefährdet wurden, veranstaltete man einen Kinderumzug, der dann in der Festhalle seinen Abschluss fand. Daraus entwickelte sich nun ein großer Umzug am Faschingsdienstag.

 

Der Vorsitzende Martin Schetter brachte es fertig, durch fleißige Organisationsarbeit Umzüge mit über 1000 Hästrägern (Brauchtumsgruppen), Musikzüge, Garden und noch vielen Anderen in Sulzbach durchzuführen.


 

Rathaussturm


 

Nach alter Tradition werden am "schmotzigen Donnerstag" (schmotzig = fettig von der Fasnetsküche) die Rathäuser von den Narren gestürmt und die Gemeindeverwaltung (Bürgermeister und Gemeinderäte) vor einem Narrengericht vorgeführt.
Der S C V übernahm diese Tradition und erstürmte mit Hilfe des Schützenvereins am 10.02.1972 zum ersten Mal das Sulzbacher Rathaus.

 

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